Pflanze des Monats Oktober: Die Bärwurz

Die Bärwurz wächst auf kalkarmen Böden, auf Bergwiesen und im Mittelgebirge. Ihre Blütezeit ist im Mai/Juni, im Herbst wird die Wurzel geerntet. Sie hat sehr feingliedrige Blätter, ähnlich dem Fenchel, die beim Zerreiben nach Anis riechen. sie ist unter Anderem auch als Bärenfenchel oder wilder Fenchel bekannt.

Verwendung in der Heilkunde: Aus der Wurzel bereitet man eine Abkochung, Pulver oder eine Tinktur. Auch der Bärwurzschnaps wird zu Heilzwecken eingesetzt. Bärwurz wirkt sich positiv bei Menstruationsbeschwerden aus, ebenso bei Nierenleiden, Blasenerkrankungen, Verschleimungen, Hautausschlägen, Migräne und Altersschwäche. Bärwurz wirkt unter Anderem appetitanregend.

(Bach-) Blütenessenz: Hier ist mir keine Anwendung bekannt.

Hildegard von Bingen: Der Bärenfenchel ist warm und hat trockene Grünkraft. Wer Gicht hat, der esse das Pulver mit Brot und wer Gelbsucht hat, der zerstoße die Wurzel in Essig und esse sie so.
„Das ist das köstlichste Heilmittel und wertvoller als Gold und nützlicher als das reinste Gold, weil es die Migräne vertreibt und die Blähungen mindert….,und den Menschen so reinigt, wie man einen Topf vom Schimmel befreit.“ (Bärwurz-Birnen-Honig)

Verwendung in der Küche: Die zarten Blättchen werden als Gewürz, ähnlich wie Petersilie verwendet. Lecker im Salat oder aufs Brot! Hildegards Bärwurz-Birnen-Honigrezept ist eine super Frühjahrskur, oder zur Darmsanierung, oder einfach zwischendurch. (Ich nehme eine fertige Bärwurzwürzmischung für das Rezept. Für Selbermischer unten die Angaben)

Rezept

Bärwurz-Birnen-Honig
35 Gramm Bärwurz
25 Gramm Galgantwurzel
20 Gramm Süßholzwurzel
15 Gramm Pfefferkraut
8 Birnen
8 Esslöffel abgeschäumter Honig

Birnen entkernen, klein schneiden und in Wasser weich kochen. Abgießen, vermusen und mit den Kräutern und dem warmen Honig vermischen. In Schraubgläser füllen.
Morgens 1 Teel., mittags 2 Teel. und 3 Teel. abends essen, bis alles verbraucht ist.