Pflanze des Monats Oktober: Der Rainfarn

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Der Rainfarn ist auf feuchten Wiesen, auf Schuttplätzen und an Waldrändern zu finden. Er ist mehrjährig und wird 1 bis 1,5 m groß.
Man kann mit Rainfarn wunderbar färben. Hierzu wird die ganze Pflanze genutzt. Es ergibt einen schönen Gelbton. (Je nach Stoff, Seide oder Wolle auch gelbgrün).

Früher wurde er zum Räuchern verwendet, um das Böse zu vertreiben.

Verwendung in der Heilkunde: Rainfarn wirkt verdauungsanregend und menstruationsfördernd. Vor allem wird er auch als Wurmmittel eingesetzt. Ein Tee aus Blättern wirkt fiebersenkend und lindert Gicht und Rheuma
Rainfarn ist giftig und sollte nicht als Selbstmedikation eingesetzt werden. Entsprechende Präparate verordnet der Arzt oder Heilpraktiker!

(Bach-) Blütenessenz: Die Essenz unterstützt die Motivation, bringt einen in die Tatkraft. Sie hilft einem, wenn man dazu neigt, immer alles aufzuschieben in der Hoffnung, es erledige sich von selbst. Sie lässt die eigenen Talente und Fähigkeiten entdecken und macht Lust auf Aktivität und neue Erfahrungen.

Hildegard von Bingen:„Wer aber Schnupfen hat, der esse Rainfarn in Suppen oder Kuchen. Wer aber trocknen Husten hat der bereite aus feinem Mehl und Rainfarn Suppen und esse sie oft. Und wer den Harn nicht lassen kann, weil er von einem Stein bedrängt wird, der zerstoße Rainfarn und mache Saft daraus und trinke das in Wein.“

Verwendung in der Küche: Aufgrund der Inhaltsstoffe, vor allem des Thujongehaltes findet er in der Küche keine Verwendung.

Rezept für den Garten:

Rainfarnjauche

ca. 500g frisches Kraut
10 l Wasser

Das Wasser über das Kraut gießen und 1-2 Wochen stehen lassen. Zur Anwendung 1:1 mit Wasser verdünnen und im Herbst über die Pflanzen sprühen. Hilft allgemein bei Ungeziefer, Mehltau, Rost, Brombeermilben, Himbeerkäfer…