Pflanze des Monats Mai: Der Spitzwegerich

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Der Spitzwegerich

ist ein Wiesenkraut, welches sich sehr leicht vermehrt. Er bevorzugt trockene und grasige Plätze am Wegrand. Man findet ihn auf Wiesen, Weg- und Waldrändern und auf Schuttplätzen.
Die Samen der Pflanze haben eine verschleimende Außenschicht und haften deshalb leicht an Füßen von Menschen und Tieren. So schleppte der „weiße Mann“ den Wegerich  nach Amerika, wo die Indianer ihn „Fußtritt des weißen Mannes“ nennen. Schnell erkannten sie die großen Heileigenschaften dieses außergewöhnlichen Gewächses.
Schon im Altertum verwendeten griechische und römische Ärzte den Wegerich gegen vielerlei Krankheiten. Auch im Mittelalter nutzte man seine blutstillenden, wundheilenden und schleimlösenden Eigenschaften.

Verwendung in der Heilkunde: Spitzwegerichtee aus den Blättern  wird bei Husten, Bronchitis, Verschleimung und Asthma empfohlen. Spitzwegerichsirup und Spitzwegerichhonig werden bei den gleichen Symptomen, besonders bei Kindern eingesetzt.
Der Samen hat eine abführende Wirkung.
Zur äußeren Anwendung werden frische Blätter zerrieben, bis der Saft austritt und der Pflanzenbrei  bei Insektenstichen, Verletzungen, offenen Wunden und blauen Flecken aufgelegt.
Spitzwegerich enthält ein natürliches Antibiotikum, welches u. A. die Schimmelbildung beim Sirup verhindert.

(Bach-) Blütenessenz: Die Blütenessenz hilft bei Selbstzweifeln, Stress, wenn man verzagt ist. Das Selbstbild ist negativ, man glaubt den Herausforderungen des Lebens nicht gewachsen zu sein. Sie hilft,  Stärke und Selbstsicherheit aus sich selbst zu ziehen und sich den Herausforderungen des Lebens selbstbewusst zu stellen.

Hildegard von Bingen: Sie setzte den Wegerich ein bei Gicht, geschwollenen Drüsen, Seitenstechen, Insektenstichen und Knochenbrüchen.
„Nimm daher Wegerich und drücke seinen Saft aus, und nachdem er durch ein Tuch geseiht ist, mische ihn mit Wein oder Honig und gib ihn jenem zu trinken, der von der Gicht geplagt wird, und die Gicht wird weichen. Und wer von Stechen geplagt wird,der koche seine Blätter in Wasser,und nachdem das Wasser ausgedrückt ist, lege er diese warm auf die Stelle, wo es schmerzt, und das Stechen wird  weichen.“

Verwendung in der Küche: Frische Spitzwegerichblätter verfeinern jeden Wildkräutersalat. Die Blütenknospen haben ein pilzähnliches Aroma und schmecken ebenfalls gut im Salat.

Spitzwegerichhonig

Angequetschte, grob kleingeschnittene Spitzwegerichblätter werden abwechselnd mit einem guten Honig in ein Glas geschichtet.  Die letzte Schicht sollte Honig sein. Gut verschließen und ca. 30 cm tief an einem sonnenbeschienenen Platz eingraben, die Stelle markieren  und 2-3 Monate reifen lassen. Die Blätter brauchen nicht abgefiltert werden. Möchte man dies, den Honig leicht erwärmen und durch ein Sieb gießen.

Der Sirup wird genauso hergestellt, nur verwendet man hier anstelle des Honigs Rohrzucker. Der Zucker löst sich auf, und man seiht den Saft ab.