Pflanze des Monats Juni: Die Ringelblume

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Die Urform der Ringelblume ist etwas kleiner, als unsere kultivierte Gartenringelblume. Heute ist die Ringelblume in der Regel nur noch in unseren Gärten heimisch. Diese einjährige Heilpflanze erfreut uns von Mai-Oktober mit ihren gelben oder orange leuchtenden Blüten. Hat man sie einmal im Garten, versamt sie sich in der Regel sehr beständig und man braucht sich um Folgesaaten keine Gedanken machen. Durch Wurzelausscheidungen vertreibt die Ringelblume Schadorganismen und ist dadurch eine gute „Beipflanze“ für den Gemüsegarten.
Im alten Ägypten hieß es, diese Pflanze verleihe Jugend.
Schon seit Hunderten von Jahren wird ihre außergewöhnliche Heilkraft in Form von Tees und Salben geschätzt und genutzt.

Verwendung in der Heilkunde: In Form eines Tees werden die Blütenblätter bei Menstruationsschmerzen, Gallenproblemen oder auch Magenschmerzen eingesetzt. Gern auch gemischt mit anderen Kräutern. Ebenso werden Teekompressen bei Blutergüssen, Quetschungen, Zerrungen, aufgeschlagenen Knien, Venenentzündungen undHämorrhoiden eingesetzt, um nur einige Anwendungsbereiche zu nennen.  Ringelblumensalbe wird verwendet bei äußeren Wunden wie z. B. Quetschungen, Blutergüsse, eitrige Wunden wie Nagelbettentzündung, Stich- und Risswunden…

(Bach-) Blütenessenz: Diese Essenz wird eingesetzt, wenn man Schwierigkeiten hat, sich verbal auszudrücken, Dinge nicht so gut formulieren kann, oder auch mangelnde Ausdauer beim Zuhören hat, und so Zusammenhänge oft nicht richtig versteht.
Ringelblumenessenz hilft, den Sinn von Gesprochenem ganzheitlich zu erfassen.
Ebenso verstärkt sie die Fähigkeit zum Selbstausdruck und hilft sich klarer und deutlicher zu äußern. Die Essenz erleichtert das gegenseitige Verstehen.

Hildegard von Bingen: Sie verwendete die Blütenblätter der Ringelblume in Wein gekocht als Mittel bei Lebensmittelvergiftung. „Man koche die Blütenblätter in Wein und trinke den Wein, und er jagt das Gift entweder nach oben durch erbrechen, oder nach unten wieder heraus.“ Gegen Grind am Kopf sollten man aus dem Saft von Blüten und Blättern der Ringelblume, Wasser und Roggenmehl einen Teig bereiten. Mit diesem verdecke man seinen Kopf und bedecke ihn mit einem Tuch. Diese Masse soll so lange am Kopf bleiben, bis der Teig zerreißt, dann nehme man ihn weg und tue dies während neun Tagen.

Verwendung in der Küche: Die Blütenblätter verleihen Speisen eine safranähnliche Farbe (in Butter, Kuchen z. B. Muffins, mmmh) Sie ergänzen jede Hausteemischung und peppen sie durch ihre Farbe optisch(und natürlich auch inhaltlich) auf. Auch im Salat, Frischkäse oder Kräuterbutter finden die Blütenblätter Verwendung.

Rezept:

Ringelblumenbutter

125 g weiche Butter
1/2 Teel. Curry
2-3 Ringelblumenblüten
1 Prise Salz

Butter, Curry und Salz vermengen.
Die Blütenblätter aus den Körbchen zupfen, etwas klein schneiden und zu der Butter geben. Alles gut vermengen.