Pflanze des Monats Juni: Das Gänsefingerkraut

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Das Gänsefingerkraut
ist eine alte Heilpflanze. Es ist weit verbreitet und liebt nährstoffreichen  Boden und Sonne. So findet man es auf Wiesen, in Beeten, an Bächen und Teichen, oder einfach am Wegesrand. Die silbrig- gefiederten Blätter werden bis zu 25 cm lang. Von Mai bis August blüht das Gänsefingerkraut in  einem kräftigen gelb.

Bei Regen zieht die Pflanze schützend ihre Blätter über die Blüten. Deshalb ist sie auch ein Symbol der behütenden Mutter Maria.
Man sagt, dass sich die Elfen auf den silbrigen Blättern treffen.
Wer das Kraut bei sich trägt, dem soll niemals das Geld ausgehen. Auch bei einem Prozess soll die Pflanze Glück bringen, wenn man sie bei sich trägt.

Verwendung in der Heilkunde: Verwendet werden die Blätter und Blüten. Die Pflanze schmeckt sehr bitter! Es gibt die verschiedensten Zubereitungen. Man kann einen Teeaufguss zubereiten, oder die Blätter in Milch kochen. Einen Weinauszug herstellen, oder eine Tinktur mit hochprozentigem Alkohol. Besonders ist die krampflösende Eigenschaft der Pflanze hervorzuheben. Die Blätter, als Tinktur zubereitet, ergeben ein wunderbar krampflösendes Mittel für Erwachsene bei Magen- Darmkrämpfen, oder z.B. bei Menstruationsbeschwerden. Pfarrer Kneipp lobte die krampflösende Eigenschaft bei Säuglingen, wenn diese Magen- oder Darmkrämpfe hatten. Sicherlich hat er das Gänsefingerkraut hierzu in Milch abgekocht. Die innerliche Wirkung des Krautes wird durch äußerliche Wickel noch verstärkt.
Gänsefingerkraut findet ebenfalls Anwendung bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, oder bei lockeren Zähnen. Die Pflanze reinigt das Blut und macht es dünnflüssiger, daher auch gut bei Krampfadern.

(Bach-)Blütenessenz: Diese Essenz stärkt die Naturverbundenheit. Materielle Bedürfnisse werden Zugunsten höherer Werte zurückgestellt. Das einfache Leben gewinnt an Wichtigkeit. Die Essenz unterstützt uns, den wahren Sinn des Lebens zu entdecken.

Hildegard von Bingen:„Wenn der Mensch sich zusammenkrampft, so mag es in Wein gesotten und getrunken werden Es ist warm und sein Saft hat Feuchtigkeit und ist gut gegen das Fieber.“

Verwendung in der Küche: Aufgrund seines sehr bitteren Geschmackes sollte man es sparsam verwenden. Die Blätter passen in Salate und Suppen.

Rezept:

Tee mit Gänsefingerkraut
1 Teel. getr. Kraut mit 1/4 l Wasser zum Kochen bringen, und etwas ziehen lassen.
Für einen angenehmeren Geschmack kann das Gänsefingerkraut auch mit Zitronenmelisse gemischt werden.