Pflanze des Monats Juli: Der Frauenmantel

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Der Frauenmantel wächst gern auf fetten Wiesen, in Gräben oder an Bachufern, und natürlich ist er in jedem Bauerngarten zu finden. Er blüht zart gelb in Doldentrauben und hält sich auch in der Vase recht lange.
Durch seine besonders in der Frauenheilkunde genutzten Inhaltsstoffe bekam er seinen Namen.

Früh morgens findet man in den Blattachseln einen Tropfen. Es ist eine von der Pflanze selbst erzeugte Flüssigkeit, der sogenannte Gutationstropfen.
In ihm sollen sich die Baum- und Blumenelfen waschen. Auch die Alchemisten waren fasziniert von diesem besonderen Tropfen, und sogar den Stein der Weisen versuchte man daraus herzustellen.

Die Germanen weihten den Frauenmantel als Kraut der Frauen der Göttin Freya, und in christlichen Zeiten wurde sie die Pflanze der Jungfrau Maria und zum Symbol für alle Schutzsuchenden.

Verwendung in der Heilkunde: Frauenmanteltee ist das klassische Heilmittel bei allen Frauenleiden wie Unterleibsentzündungen, Weißfluss, Geschwüren und zur Stärkung der Gebärmutter. Ebenso wird er eingesetzt bei Eierstockentzündungen, Wechseljahrsbeschwerden und Gebärmuttervorfall.
Er stärkt Bänder und Gewebe, und wird auch bei Fieber, Durchfall und Eiterungen eingesetzt.
Bei Stich- Stoß- und Schnittverletzungen wird das frische, gequetschte Kraut direkt aufgelegt.

(Bach-) Blütenessenz: Diese Essenz unterstützt die Fähigkeit, Mitgefühl und Freundlichkeit auszustrahlen. Sie unterstützt die Fähigkeit Mutterschaft annehmen und leben zu können. Sie hilft, den eigenen Mutterarchetyp in sich zu spüren, und legt sich um die Seele wie ein schützender Mantel voller Liebe und Güte.

Verwendung in der Küche: Junge Blätter und Blüten als Teezubereitung, beides auch im Salat. Blätter im Quark oder Frischkäse.

Rezept:

Frauenmantelfrischkäse

1 Päckchen Frischkäse
1/2 Becher Schmand
10 junge Frauenmantelblätter
1/2 Teel. Senf
Salz, Pfeffer

Frischkäse und Schmand verrühren.
Die gewaschenen und klein geschnittenen Frauenmantelblätter unterrühren.
Mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.