Pflanze des Monats Juli: Der Baldrian

 

Baldrian

Baldur, der lichtvolle Gott der Germanen gab ihr ihren Namen. Baldrian ist eine Licht- und Luftpflanze, die Pflanze der Wassernymphen und Elfen.

Der Baldrian wächst gern auf feuchten Böden im Halbschatten. Hier verzaubert er uns durch seine wunderschöne Blüte und den leicht süßlichen Duft. Gräbt man die Wurzel aus, wird er unverwechselbar. Sie hat einen sehr intensiven, markanten Geruch, den Viele kaum ertragen können. Übrigens- je älter die Blüte, umso mehr nimmt sie den Geruch der Wurzel an!
Katzen lieben Baldrian, und drehen richtig auf.
Im Gemüsegarten zieht Baldrian Regenwürmer an, und sorgt so für guten Boden.

Verwendung in der Heilkunde: Hier verwendet man die sehr geruchsintensive Wurzel. Der Tee wird bei Schlafstörungen, Herzklopfen, Nervosität und nervösbedingten Schmerzen im Magen-Darmbereich eingesetzt. Mit Tee getränkte Kompressen werden bei Prellungen und Muskelschmerzen verwendet. Die Tropfen haben sich bei Menstruationsbeschwerden, Krämpfen und auch Migräne bewährt. Die pulverisierte Wurzel wird bei Augenleiden eingesetzt.

(Bach-)Blütenessenz: Ähnlich wie die Wurzel, hilft  die Essenz in Stresssituationen, und unterstützt die innere Ruhe. Sie hat wärmende Eigenschaften, und wird bei Mangel an Lebensenergie eingesetzt.

Hildegard von Bingen: Sie setzte pulverisierten Baldrian bei Rippenfellentzündungen und Gicht ein. Dazu wurden aus dem Pulver mit Mehl, Wasser und Fett unter Beigabe von etwas Katzenminzepulver kleine Törtchen geformt, die man aß.

Verwendung in der Küche:Aufgrund ihres Geruchs findet die Baldrianpflanze wenig Verwendung in der Küche. Der Wurzeltee wird kalt angesetzt, und 12 Stunden stehen gelassen. Danach erwärmt und getrunken.
Als Badezusatz werden die Wurzeln in ca. 1l Wasser gekocht und zur Entspannung dem Badewasser zugegeben.

Rezept:

Baldrianwein
2 Baldrianwurzeln
1 Flasche Weisswein
Zucker nach Geschmack

Die Wurzeln säubern und im Weißwein auf ca. 60 Grad erhitzen. 3 Wochen im Weisswein ziehen lassen, dann abseihen und Wurzeln ausdrücken. Nach belieben mit Zucker süßen. Wird genauso wie die Tinktur eingesetzt.