Pflanze des Monats August: Die Engelwurz

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Die Engelwurz oder Angelika wächst in feuchten Wiesen unserer Mittelgebirge. Ursprünglich kam sie aus dem Norden, bis nach Grönland ist sie heimisch, wo sie als Gemüsepflanze  dient. Sie hat einen starken Duft, der an „süßen Sellerie“ erinnert. Dadurch ist eine Verwechslung mit anderen  Doldenblütlern eigentlich nicht möglich. Ihr Stengel ist rötlich- violett und ihre große Doldenblüte erinnert an eine Klobürste.
Nach einer alten Legende soll der Erzengel Raphael einem alten Einsiedler erschienen sein, und zeigte ihm, wie er sich mit der Angelika gegen Pest schützen könne. Eine wahrhaft himmlische Pflanze, wo schon der Name „Engel“ bedeutet. Sie ist eine Pflanze der Sonne und man sagt, sie wächst nur auf Plätzen mit Liebesenergie.

Verwendung in der Heilkunde: In der Volksmedizin gilt die Pflanze als Allheilmittel. Die Wurzel hat aufgrund ihrer Inhaltsstoffe  folgende Eigenschaften: magenstärkend, beruhigend, entblähend, appetitanregend, krampflösend… und wird eingesetzt bei Magenkrämpfen, Magenverstimmungen, Völlegefühl (hier auch gern in Form von Likör wie Chartreuse oder Benediktiner), Blähungen, nervöse Verdauungsbeschwerden. Außerdem wird der Tee aus der Wurzel eingesetzt bei Bronchialleiden und Lungenentzündung  sowie Krampfzuständen bei kleineren Kindern. Bei Rheuma und Gicht wirkt die äußere Anwendung in Form von einem Vollbad. Es wird ein Absud gekocht, und dem Badewasser zugeführt.
Bei einer Überdosierung wirkt Engelwurz schädigend auf das zentrale Nervensystem!

(Bach-)Blütenessenz: Engelwurz findet Verwendung bei Meditationen, Operationen, Träumen, immer dann, wenn der feinstoffliche Körper die Verbindung zur Erde zu verlieren droht. Sie hilft dem Sterbenden beim Überschreiten der Schwelle und dem Ungeborenen während der Schwangerschaft. Engelwurz bringt spirituellen Schutz und Vertrauen in die Führung durch das höhere Selbst.

Hildegard von Bingen: „Der Saft oder Wasser der Angelika in hohle Zähne gebracht, stillt die Schmerzen. In die Ohren getropft stillt der Saft das Ohrenschmerzen.“

Verwendung in der Küche: Stängel, Samen und Wurzel sind essbar, sollten aber nicht in größeren Mengen verzehrt werden. Aus der Wurzel wird ein Wein oder Likör hergestellt. Die Stängel kandiert man mit Zucker.

Rezept:

Angelikawein
100 g zerschnittene Wurzel
1 l Weißwein

Wurzel mit Weißwein übergießen und 10 Tage ziehen lassen. Abseihen und ein Gläschen vor dem Essen. Hilft bei der Verdauung.