Pflanze des Monats April: Das Veilchen

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Das Veilchen

ist eines unserer ersten Frühlingsboten. Man findet es häufig auf schattigen Rasenflächen, in Hecken und an Waldrändern. Wir unterscheiden zwei Arten: das echte Veilchen und das Hundsveilchen. Zweiteres blüht nicht so tief violett und duftet nicht. Das echte Veilchen hat einen intensiven Duft und hat eine lange Geschichte.

Eine Bauernregel sagt, wenn es am 19. März (Josephstag) schon Veilchen gibt, dann gibt es eine frühe Ernte. Um den Frühling anzulocken und den Winter zu vergraulen, streute man in Frankreich Veilchen über die Äcker. Mancherorts wird der Brauch noch heute ausgeführt.

Verwendung in der Heilkunde: In der Heilkunde findet das Veilchen vielfache Verwendung. Der Tee aus den Blüten wird gern bei Kindern bei Verschleimung der Bronchien eingesetzt. Außerdem findet er Anwendung bei Husten, Asthma Lungen- und Hautleiden. Auch ein Sirup aus den Blüten ist hier sehr hilfreich. Äußerlich verwendet man die ganze Pflanze als Breiumschlag oder auch als Teekompresse bei unreiner Haut, Verletzungen, Akne oder auch Verbrennungen. Auch bei Operationsnarben, Neuralgien und  Kopfschmerzen hat sich die äußere Anwendung bewährt.

(Bach-) Blütenessenz: Es ist eine Essenz für empfindliche, leicht verletzbare Menschen. Sie stärkt das Selbstwertgefühl und die Akzeptanz, sich als gleichwertiges Mitglied in unserer Gesellschaft zu fühlen. Nimmt die Angst, soziale Kontakte einzugehen.

Hildegard von Bingen: Bei entzündeten Augen mische man Veilchensaft und doppelt so viel Rosensaft und etwas Fenchelsaft, und mische es mit etwas Wein. Wenn man schlafen geht, salbe man damit rund um die Augen, und achte darauf, dass man das Auge nicht berühre.

Verwendung in der Küche: Veilchenblüten schmecken sehr lecker im Frühlingssalat. Veilchenöl und Veilchenessig zum Verfeinern von Soßen und Salaten. Kandierte Veilchen.

Auch in der Kosmetik finden Veilchen vielfache Verwendung. Veilchenwasser für zarte, frische Haut; Haarpackung aus Veilchenwurzel gemischt mit Lavendel und Petersilie oder die bekannte Veilchensalbe, die oft bei Operationsnarben verwendet wird.

Rezept:

Veilchenöl

Eine Hand voll frische Veilchen
1/2 l Sonnenblumenöl (auch z.B. Olivenöl)

Veilchen in ein Glas geben, und das Öl darüber gießen. Fest verschrauben und ca. 3 Wochen in die Sonne stellen.
Dieses leckere Salatöl ist bei äußerer Anwendung gleichzeitig ein wunderbares Mittel bei Hautreizungen.